GTK+-Anwendung mit setuptools packen

Der einzige Zweck dieser Seite besteht darin, die Links in meiner setup.py zu entfernen.

Abhängigkeiten

from setuptools import setup

REQUIRED = ["PyGObject", ...]

setup(
    ...
    install_requires=REQUIRED,
    ...
    )

Angabe des PyPI-Paketnamens, bei GTK+-Pythonprogrammen also mindestens die entsprechenden Bindings, da sonst import gi scheitert.

Nicht Python-Paketdateien

from setuptools import setup

PACKAGES = ["my_package"]
PACKAGE_DIR = {"my_package": "my_package_dir"}
PACKAGE_DATA = {"my_package": ["ui/*", "logging.yaml"]}

setup(
    ...
    packages=PACKAGES,
    package_dir=PACKAGE_DIR,
    package_data=PACKAGE_DATA,
    ...
    )

Das Paket "my_package" wird aus dem Verzeichnis "my_package_dir" im Verzeichnis "my_package" gepackt.

Die Dateien, die keinen Python-Code enthalten, also etwa Glade-Dateien, werden als Liste in package_data übergeben. Im Beispiel werden alle Dateien im Unterverzeichnis "ui" sowie die Datei "logging.yaml" ins Paket integriert.

Desktop-Dateien

Der Speicherort von .desktop-Dateien und Icons richtet sich nach den Freedesktop-Spezifikationen. .desktop-Dateien befinden sich zum Beispiel in den Verzeichnissen

/usr/share/applications
/usr/local/share/applications
~/.local/share/applications

Während der Ausführung von install wird das Präfix ermittelt, es ist also nur die Angabe des relativen Pfads in der data_files-Option notwendig. Gleiches gilt für Icons.

from setuptools import setup

rel_app_path = "share/applications"
rel_icon_path = "share/icons/hicolor/scalable/apps"

DATAFILES = [
            (destination_dir, ["list", "of", "files"]),
            (rel_app_path, ["my_app.desktop"]),
            (rel_icon_path, ["my_appicon.svg"]),
            ]

setup(
    ...
    data_files=DATAFILES,
    ...
    )

Dieser Schritt kopiert nur die Dateien in die entsprechenden Zielverzeichnisse. Die korrekten Pfadangaben IN der .desktop-Datei werden durch eine eigene Funktion innerhalb des Install-Kommandos angepasst.

Bestehendes Kommando anpassen

Die .desktop-Datei enthält Pfadangaben zur auszuführenden Datei sowie zum dazugehörigen Icon. Da das Zielverzeichnis der Installation nicht vorhersehbar ist, müssen diese Pfade während der Installation an die Gegebenheiten angepasst werden.

Um eigene Funktionen in bestehende Kommandos auszuführen, muss man eine eigene Instanz der entsprechenden Klasse (install, build, bdist etc.) generieren und die "run"-Funktion anpassen.

Setuptools wird dann mit der Option cmd_class auf diese eigene Klasse übergeben.

from setuptools import setup
from setuptools.command.install import install

class CustomInstall(install):

    def run(self):
        self.my_function(args, go, here)
        install.run(self)

    def my_function(self, *args):
        try:
            do_some_shit()
        except:
            pass

setup(
    ...
    cmdclass={"install": CustomInstall}
    ...
    )

Eine Liste mit verfügbaren Kommandos erhält man durch

$ python setup.py --help-commands

Neues Kommando erstellen

Es ist einfach möglich, eigene Kommandos mit setuptools zu erzeugen. Möchte man beispielsweise die zuvor installierten Dateien, also das Python-Paket und die Desktop-Dateien, loswerden, muss dies manuell erfolgen. Dafür bietet es sich an, ein Uninstall-Kommando zu erstellen.

from setuptools import setup, Command

class UnInstall(Command):

    description = "description shown by setup.py --help-commands"
    user_options = [("myoption",
                     "m",
                     "myoption description shown by setup.py cmd --help")]

    def initialize_options(self):
        # method must exist
        # define all options with default value
        self.myoption = None

    def finalize_options(self):
        # method must exist
        pass

    def run(self):
        # method must exist
        # code to be executed goes here
        print("This is a custom command.")

setup(
    ...
    cmdclass={"uninstall": UnInstall}
    ...
    )

NoN: jetzt noch toller

Knights of Ni - sag niemals nie

Nach den kürzlichen Änderungen an der Oberfläche gibt es nun erfreuliche Fortschritte darunter zu vermelden.

Neuigkeiten

  1. Man kann NoN jetzt richtig (mit Hilfe von setuptools) installieren und deinstallieren.
  2. Vom Programm generierte Dateien werden nun wie üblich im eigenen Verzeichnis im Homeverzeichnis gespeichert.
  3. Der Programmablauf wurde beschleunigt und die Dateizugriffe massiv reduziert, indem die Posts-/Pages-Informationen für den wiederholten Abruf geparst und in einer JSON-Datei abgelegt werden.

Installation via setuptools

Bei der Installation via setuptools werden sowohl das Programm inklusive der UI als auch ein Desktopeintrag installiert. Nach der Installation lässt sich das Programm in GNOME also bequem über [super] + [n] (... [o] ... [n]) + [enter] starten.

Um dies alles auch wieder loszuwerden, gibt es ein zusätzliches uninstall-Kommando. Beide Kommandos sind mit der Option --user möglich:

# (De-/)Installation im lokalen Nutzerverzeichnis
$ python setup.py install --user
$ python setup.py uninstall --user

# systemweite (De-/)Installation
$ sudo python setup.py install
$ sudo python setup.py uninstall

Dateistruktur

Die Nutzerdaten liegen jetzt in ~/.non. Dort befinden sich

  1. die Konfigurationsdatei config.yaml, in der der Pfad zur aktuellen/letzten Nikola-Seite und die Bookmarks gespeichert sind,
  2. die Logdatei non.log sowie
  3. die geparsten Daten der aufgerufenen Nikola-Seiten jeweils als JSON-Datei.

Speicherung von (Meta-)Daten

Für die Anzeige im TreeStore wurden die Daten bisher sowieso intern als Dictionary gespeichert. Das Ineffiziente daran war allerdings, dass die Daten bei jedem Refresh immer neu abgerufen wurden. Dies ist nicht notwendig und mit zunehmender Größe der Seite auch sehr zäh.

Die Lösung bestand also darin, die Daten des Dictionary zum einen für den späteren Gebrauch in einer Datei zu speichern und zum anderen es nur durch eine Update-Funktion auf aktualisierte Inhalte zu überprüfen.

Auf diese Weise werden beim ersten Aufruf einer Nikola-Konfiguration alle Posts/Pages, Tags und Kategorien oder bei erneutem Aufruf die Daten aus der entsprechenden JSON-Datei eingelesen. Die Aktualisierung erfolgt über den Abgleich der letzten Dateimodifikation. Die JSON-Datei wird beim Wechsel in eine andere Nikola-Seite (z.B. über ein Bookmark) oder bei Programmende gespeichert.

Verloren im Kaninchenbau von Google Takeout

Mach Backups deiner Daten. Habensegesagt. Aller Daten. Habensegesagt. Und dann kam Google Takeout

/images/import_gplus_post.png

G+-Post-Ansicht von Takeout

Die 4, die 20 und Google+, alles zum Mitnehmen

Takeout nennt sich Googles Archivsystem für allerlei Produkte aus dem Hause Alpha. Das Primärziel bestand darin, ein Archiv meiner Google+-Aktivitäten herunterzuladen.

Dies gestaltete sich zunächst recht einfach: das Archiv (bzw. (je nach Größe) die Archive) wird erstellt. Bei Fertigstellung erhält man eine Nachricht mit Downloadlink. Das Archiv verfällt nach einer Woche, aber man kann jederzeit neue erstellen.

Lektion 1
Wähle als Dateiformat zip, tgz könnte Encoding-Probleme mit Umlauten haben (Dies ist keine Übung!).

Ich erinnerte mich dunkel daran, dass ein Import-Plugin für Nikola existierte und malte mir aus, das Archiv einfach dort abzuwerfen und eine halbwegs nutzbare lokale Seite gebaut zu bekommen. Der geneigte Leser wird bereits an dieser Stelle mutmaßen, dass dieser Ansatz nicht funktionierte.

Geschenke auspacken

Nach ersten Untersuchungen zeigen sich folgende Fakten:

  1. Alle G+-Beiträge befinden sich in Stream in Google+/Beiträge als HTML-Dateien. Diese sehen zunächst brauchbar aus.
  2. Enthaltene Bildverweise geben nur den Dateinamen an, der fehlende Dateipfad lädt demzufolgge nur Bilder im selben Verzeichnis, aber
  3. Bilder befinden sich in diversen Unterverzeichnissen, sowohl in Beiträge als auch in Fotos und deren Unterverzeichnissen. Die Mehrheit befindet sich in Fotos von Beiträgen, dort jeweils in Datumsunterverzeichnisse einsortiert.
  4. Ein Datumsformat ist so gut wie jedes andere und so findet man dort in friedlicher Koexistenz Dinge wie:
Fotos von Beiträgen/
 ├── 02.06.14
 ├── 02.06.16
 ├── 22. Juli 2013
 ├── 23.01.17
 ├── 2011-08-14
 └── 2012-03-13
  1. Fotos haben eine dazugehörige JSON-Datei, HTML-Dateien nicht.
  2. Die Inspektion der HTML-Dateien ergibt eine übersichtliche Struktur mit Klassenangabe.
/images/import_gplus_inspector.thumbnail.png

Dumdidumdumdum...Inspektor Gadget

Lektion 2
Beiträge lassen sich nur einzeln aufrufen, es gibt jede Menge Deadlinks bei Bilderposts, aber immerhin sieht man den Verteilungstatus (öffentlich, Sammlung, Community), +1, Reshares und Kommentare.

Auftritt: Nikola

Mit leicht getrübten Erwartungen installiere ich das Import-Plugin für Nikola und lege los. Es passt gar nichts. Angeblich stehen die Beiträge auch als JSON zur Verfügung. Das war bestimmt auch einst so, jetzt nicht mehr.

Ich hangele mich an den Dateien entlang, importiere zunächst die HTML-Dateien. Das Import-Plugin erstellt grundsätzlich eine neue Nikola-Seite, so dass man hier nach Gusto wüten kann. Dann kümmere ich mich um die Deadlinks. Dann die Titel - ich bin wie im Rausch: mit jedem Build wird es besser.

Das Ergebnis ist eine statische Webseite meines Google+-Streams inklusive Plussen und Kommentaren. Man kommt von den Beiträgen immer zum Originalbeitrag.

Eyecandy

Grundsätzlich funktioniert der Import themenunabhängig. hyde liefert ein schönes Ergebnis, etwas nachgeholfen wird mit der custom.css.

Wünsch dir was

  • eine lokale Suchfunktion wäre schön
  • gefilterte Anzeige je nach Verteilungsstatus

Achtung!

Plant man ein öffentlich einsehbares Backup des Streams, ist zu beachten, dass der Import auch private Beiträge enthält.

Fazit

Als langjähriger Google+-Nutzer ist man auf Inkonsistenzen und Verschlimmbesserungen konditioniert, da kommt Takeout als Sparringspartner nur gelegen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Plugin-Version den Weg jedes Google-Messengers gehen wird.

/images/takeout_gplus_slow.gif

Resultat der Nikola-generierten Seite mit hyde-Thema

Wer sich zu fein ist, das jetzt selbst zu machen, hier:

Weiterlesen…

NoN: Fortschritte und Release

Knights of Ni - little release on the prairie

Der GTK+-Desktopclient für den statischen Webseitengenerators Nikola hat seit der letzten Erwähnung hier weitere Fortschritte machen können.

Da Nikola v8 im Juni zu erwarten ist und ich noch nicht weiß, was an Nacharbeiten auf mich zukommt, habe ich den aktuellen Status als Release gespeichert.

Neuigkeiten

Headerbar
Das Untermenü ist auf die rechte Seite gewandert, links befindet sich der GUI-/Terminal-StackSwitcher, neu ist der Button zum Öffnen des Nikola-Handbuchs.
Erweiterte Deployment-Optionen
  • GitLab: "Deploy to GitHub"-Button nutzen, Hilfe zur Konfiguration gibt es hier
  • Andere: existiert in der conf.py die Variable. DEPLOY_COMMANDS, wird mit dem "Deploy"-Button das 'default'-Preset ausgeführt.
GtkApplication
NoN läuft nun als echte GtkApplication.
Desktop-Eintrag
Enteenteenteente...
Post/Page im Browser öffnen
Per Rechtsklick lässt sich aus der Übersicht der Beitrag im Browser öffnen.
Diverser Kleinkram
Bugfixes, verbessertes Logging, Python-Code ist nun PEP8-konform (sagt pycodestyle).
/images/non3.thumbnail.png

Überarbeitete Oberfläche in Glade 3.22

Im Zuge der Veröffentlichung von GNOME 3.28 wurde auch Glade eine ordentliche Portion Zuwendung zuteil.

Headerbar

Das in GNOME 3.10 (Veröffentlichung 2013) eingeführte Headerbar-Widget ließ sich selbst bereits in Glade verwenden, die Anwendung selbst nutzte sie bisher nicht. Sie vereint Titelleiste, Menü, Toolbar und die Projekt-Tableiste. Durch diese Komprimierung wird viel leerer Raum eingespart (siehe Screenshots).

Arbeitsfläche

Die Dreiteilung der Oberfläche ist erhalten geblieben, es gibt aber zwei wesentliche Änderungen:

  1. Die Widgetauswahl erfolgt nicht mehr aus der linken Spalte, sondern sie ist oben auf der mittleren Arbeitsfläche als Buttonleiste mit Dropdown-Menü erreichbar.
  2. In der nun freien Spalte werden die Widgetstruktur des aktuellen Projekts angezeigt. Diese war zuvor in der oberen Hälfte der rechten Spalte zu finden.

Die Verlagerung der Widgetauswahl ermöglicht eine komplette Nutzung des vertikalen Platzes für die Anzeige der Struktur auf der linken sowie deren Eigenschaften auf der rechten Seite.

Tour

Beim ersten Aufrug der neuen Version startet ein Assistent, der etwas aufdringlich die Neuerungen anpreist. Dieser kann jederzeit über die Einstellungen in der Headerbar unter "Einführung in interaktive Benutzeroberflächen" erneut aufgerufen werden.

/images/glade322_tour.png

Tour-Wizard

Screenshots

/images/glade322.thumbnail.png

Glade 3.22

/images/01_glade.thumbnail.png

Glade 3.20