Verloren im Kaninchenbau von Google Takeout

Mach Backups deiner Daten. Habensegesagt. Aller Daten. Habensegesagt. Und dann kam Google Takeout

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Ansicht der Takeout-HTML-Datei

Die 4, die 20 und Google+, alles zum Mitnehmen

Takeout nennt sich Googles Archivsystem für allerlei Produkte aus dem Hause Alpha. Das Primärziel bestand darin, ein Archiv meiner Google+-Aktivitäten herunterzuladen.

Dies gestaltete sich zunächst recht einfach: das Archiv (bzw. (je nach Größe) die Archive) wird erstellt. Bei Fertigstellung erhält man eine Nachricht mit Downloadlink. Das Archiv verfällt nach einer Woche, aber man kann jederzeit neue erstellen.

Lektion 1
Wähle als Dateiformat zip, tgz könnte Encoding-Probleme mit Umlauten haben (Dies ist keine Übung!).

Ich erinnerte mich dunkel daran, dass ein Import-Plugin für Nikola existierte und malte mir aus, das Archiv einfach dort abzuwerfen und eine halbwegs nutzbare lokale Seite gebaut zu bekommen. Der geneigte Leser wird bereits an dieser Stelle mutmaßen, dass dieser Ansatz nicht funktionierte.

Geschenke auspacken

Nach ersten Untersuchungen zeigen sich folgende Fakten:

  1. Alle G+-Beiträge befinden sich in Stream in Google+/Beiträge als HTML-Dateien. Diese sehen zunächst brauchbar aus.
  2. Enthaltene Bildverweise geben nur den Dateinamen an, der fehlende Dateipfad lädt demzufolgge nur Bilder im selben Verzeichnis, aber
  3. Bilder befinden sich in diversen Unterverzeichnissen, sowohl in Beiträge als auch in Fotos und deren Unterverzeichnissen. Die Mehrheit befindet sich in Fotos von Beiträgen, dort jeweils in Datumsunterverzeichnisse einsortiert.
  4. Ein Datumsformat ist so gut wie jedes andere und so findet man dort in friedlicher Koexistenz Dinge wie:
Fotos von Beiträgen/
 ├── 02.06.14
 ├── 02.06.16
 ├── 22. Juli 2013
 ├── 23.01.17
 ├── 2011-08-14
 └── 2012-03-13
  1. Fotos haben eine dazugehörige JSON-Datei, HTML-Dateien nicht.
  2. Die Inspektion der HTML-Dateien ergibt eine übersichtliche Struktur mit Klassenangabe.
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Dumdidumdumdum...Inspektor Gadget

Lektion 2
Beiträge lassen sich nur einzeln aufrufen, es gibt jede Menge Deadlinks bei Bilderposts, aber immerhin sieht man den Verteilungstatus (öffentlich, Sammlung, Community), +1, Reshares und Kommentare.

Auftritt: Nikola

Mit leicht getrübten Erwartungen installiere ich das Import-Plugin für Nikola und lege los. Es passt gar nichts. Angeblich stehen die Beiträge auch als JSON zur Verfügung. Das war bestimmt auch einst so, jetzt nicht mehr.

Ich hangele mich an den Dateien entlang, importiere zunächst die HTML-Dateien. Das Import-Plugin erstellt grundsätzlich eine neue Nikola-Seite, so dass man hier nach Gusto wüten kann. Dann kümmere ich mich um die Deadlinks. Dann die Titel - ich bin wie im Rausch: mit jedem Build wird es besser.

Das Ergebnis ist eine statische Webseite meines Google+-Streams inklusive Plussen und Kommentaren. Man kommt von den Beiträgen immer zum Originalbeitrag.

Eyecandy

Grundsätzlich funktioniert der Export themenunabhängig. hyde liefert ein schönes Ergebnis, etwas nachgeholfen wird mit der custom.css.

Wünsch dir was

  • eine lokale Suchfunktion wäre schön
  • gefilterte Anzeige je nach Verteilungsstatus

Achtung!

Plant man ein öffentlich einsehbares Backup des Streams, ist zu beachten, dass der Import auch private Beiträge enthält.

Fazit

Als langjähriger Google+-Nutzer ist man auf Inkonsistenzen und Verschlimmbesserungen konditioniert, da kommt Takeout als Sparringspartner nur gelegen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Plugin-Version den Weg jedes Google-Messengers gehen wird.

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Resultat der Nikola-generierten Seite mit hyde-Thema

Wer sich zu fein ist, das jetzt selbst zu machen, hier:

Weiterlesen…

NoN: Fortschritte und Release

Knights of Ni - little release on the prairie

Der GTK+-Desktopclient für den statischen Webseitengenerators Nikola hat seit der letzten Erwähnung hier weitere Fortschritte machen können.

Da Nikola v8 im Juni zu erwarten ist und ich noch nicht weiß, was an Nacharbeiten auf mich zukommt, habe ich den aktuellen Status als Release gespeichert.

Neuigkeiten

Headerbar
Das Untermenü ist auf die rechte Seite gewandert, links befindet sich der GUI-/Terminal-StackSwitcher, neu ist der Button zum Öffnen des Nikola-Handbuchs.
Erweiterte Deployment-Optionen
  • GitLab: "Deploy to GitHub"-Button nutzen, Hilfe zur Konfiguration gibt es hier
  • Andere: existiert in der conf.py die Variable. DEPLOY_COMMANDS, wird mit dem "Deploy"-Button das 'default'-Preset ausgeführt.
GtkApplication
NoN läuft nun als echte GtkApplication.
Desktop-Eintrag
Enteenteenteente...
Post/Page im Browser öffnen
Per Rechtsklick lässt sich aus der Übersicht der Beitrag im Browser öffnen.
Diverser Kleinkram
Bugfixes, verbessertes Logging, Python-Code ist nun PEP8-konform (sagt pycodestyle).
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Überarbeitete Oberfläche in Glade 3.22

Im Zuge der Veröffentlichung von GNOME 3.28 wurde auch Glade eine ordentliche Portion Zuwendung zuteil.

Headerbar

Das in GNOME 3.10 (Veröffentlichung 2013) eingeführte Headerbar-Widget ließ sich selbst bereits in Glade verwenden, die Anwendung selbst nutzte sie bisher nicht. Sie vereint Titelleiste, Menü, Toolbar und die Projekt-Tableiste. Durch diese Komprimierung wird viel leerer Raum eingespart (siehe Screenshots).

Arbeitsfläche

Die Dreiteilung der Oberfläche ist erhalten geblieben, es gibt aber zwei wesentliche Änderungen:

  1. Die Widgetauswahl erfolgt nicht mehr aus der linken Spalte, sondern sie ist oben auf der mittleren Arbeitsfläche als Buttonleiste mit Dropdown-Menü erreichbar.
  2. In der nun freien Spalte werden die Widgetstruktur des aktuellen Projekts angezeigt. Diese war zuvor in der oberen Hälfte der rechten Spalte zu finden.

Die Verlagerung der Widgetauswahl ermöglicht eine komplette Nutzung des vertikalen Platzes für die Anzeige der Struktur auf der linken sowie deren Eigenschaften auf der rechten Seite.

Tour

Beim ersten Aufrug der neuen Version startet ein Assistent, der etwas aufdringlich die Neuerungen anpreist. Dieser kann jederzeit über die Einstellungen in der Headerbar unter "Einführung in interaktive Benutzeroberflächen" erneut aufgerufen werden.

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Tour-Wizard

Screenshots

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Glade 3.22

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Glade 3.20

Nikola: everything zen

[UPDATE] Artikel wurde aktualisiert, keine manuelle Installation mehr notwendig

Aktualisiertes zen-Thema für Nikola

Ein Nachteil von Nikola ist meiner Meinung nach die stiefmütterliche Behandlung der Themes. Das von mir genutzte zen-Thema hatte ich bereits vor einiger Zeit auf Font Awesome 4-Icons geupdated und hier als Archiv zum Download bereitgestellt.

Inzwischen gibt es nicht nur Version 5 von Font Awesome, sondern auch einen Fork des Projektes namens Fork Awesome mit ein paar neuen Icons.

Dank eines Kommentars einer der Nikola-Devs (thx Roberto) hier habe ich mich nun durchgerungen, meine Änderungen offiziell per Pull Request einzureichen. Die zen-Familie ist nun auch im offiziellen Repository auf Font Awesome v4.7.0 geupdatet. Außerdem gibt es eine neue Variante, die die Fork Awesome-Icons nutzt. Eine manuelle Installation erübrigt sich also, sie kann direkt im Nikola-Projektordner erfolgen:

$ nikola theme -i zen-forkawesome

Anschließend muss das Thema nur noch in der conf.py aktiviert werden:

THEME = "zen-forkawesome"

Desweiteren werden die Icons nun mit "fa fa-iconname" angesprochen statt zuvor mit "icon-iconname". Dies ist auch in conf.py.sample vermerkt und wird bei der Installation des Themas angezeigt.

Die Änderungen werden natürlich erst nach dem nächsten nikola build wirksam. Da zen-forkawesome auf zen basiert, wird dieses Thema automatisch mit installiert.

Kivy: Starter-Paket

Kivy ist ein plattformunabhängiges GUI-Toolkit, mit dem man Python-Programme erstellen kann, die auf Linux, Windows, Mac und mobilen Plattformen (iOS, Android) laufen - die reptiloide eierlegende Wollmilchsau sozusagen.

Für mein nächstes kleines Vorhaben werde ich darauf zurückgreifen, deshalb gibt es hier das kleine Link-Starterpaket:

Videos

Empfehlenswert sind auch die folgenden Videoreihen: