Love Boat - The Real Story. Seetag

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Tag 14. Heimkehr

Seetag

Deck 11 mit Joggingparcours (rutschfest)

Die letzte Gelegenheit für Verabschiedungen und Seekrankheit. Ich drehe die übliche Morgenrunde und mache noch ein paar GoPro-Aufnahmen. Es ist seltsam anmutende Gewissheit, dass man die Leute alle nie wieder sehen wird, aber ich bin auch froh, endlich mal wieder meine Ruhe haben und meinen eigenen Rhythmus leben zu können.

Das Deck ist gegen Mittag völlig überfüllt. Alle sitzen in Decken gehüllt draußen und genießen die Sonne. Dazu gibt es mal wieder eine Pooldeckaktion, das heißt, es wird gefressen und einer der sympathischeren Unterhaltungsbeauftragten, René, moderiert routiniert weg, was gerade anliegt, in diesem Fall irgendwas mit Wichtelgeschenken.

Auch wenn ich auch gern noch etwas Sonne genossen hätte, treibt mich die Masse an Menschen zunächst erstmal ins Innere. Da wird sich doch nicht gerade ein kleiner Lagerkoller in meinem Kopf ausbreiten? Ach nein, ich bin einfach nur regulär genervt über jeden und alles und überhaupt war die Reise mindestens zwei Wochen zu kurz!

Am Abend kippen wir noch die Flasche Prosecco, die sich K. und M. am zweiten Tag ertanzt haben und die Mädels anschließend noch ein letztes Getränk in der AIDA Bar.

Abschied

Heavy load.

Am Morgen herrscht geschäftiges Treiben überall. Jeder musste früh raus, das Gepäck wird in den Gängen eingesammelt, ein letztes Frühstück, ein letzter Kaffee in der AIDA Bar, während wir auf die Gepäckfreigabe warten.

Als wir von Bord gehen, kommen uns schon die nächsten entgegen. Es wird geladen - Menschen, Ladung, Treibstoff - heute abend geht es wieder los.

Epilog

M. fährt mich nach Hause. Es ist Samstag Mittag und Berlin ist auf den Beinen. Es hupt. Ach ja, Berliner Straßenverkehr: Platz da, hier komm icke! Ich laufe die letzten paar Meter bis zur Haustür, sehe ein paar Gestalten in Hochwasserhosen und übergroßen Filzmänteln. Mein Gehörgang wird ohne Vorwarnung getroffen von dem dämlichen, lauten "you know, you know...like, like, you know"-Englisch der kaliformischen Expats. Was hab ich es vermisst...

This is the end.

Heute Abend gibts Schawarma von Al Safa. Dann schreibe ich meinen Reisebericht und danach warten 75 GB GoPro-Material auf ihre Sichtung.

Ha det bra!

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