Nikola-Import-Plugin für Google+

Bemerkung

Der Countdown des Shutdowns läuft nun endgültig. Der Artikel wurde hinsichtlich einiger Veränderungen ergänzt:

  • Importfilter
  • Konfigurationsdatei
  • Post-Analyse mit der Option -s
  • Wasserzeichen zu Imagedateien hinzufügen

Das Ende ist nah

Häufig wurde das Ende von Google+ herbeigeunkt. Nun, da es tatsächlich am 2. April 2019 so weit ist, weicht Geschäftigkeit dem ersten Schock.

In weiser Vorraussicht beschäftigte ich mich bereits vor einer Weile damit, die Daten brauchbar zu konservieren und entschied mich für eine Lösung mit dem statischen Webseitengenerator Nikola: Verloren im Kaninchenbau von Google Takeout.

/images/takeout_gplus_slow.gif

Resultat der Nikola-generierten Seite mit hyde-Thema

Vorbereitungen

Google Takeout

Zunächst benötigt man die Daten aus dem Takeout. Da sich hier große Datenmengen ansammeln, ist es ratsam, keine weiteren außer Googe+-relevanten Produkte auszuwählen:

  • Button "Nichts auswählen", dann "Stream in Google+" aktivieren
  • Als Dateiformat HTML wählen
  • Als Archivformat zip wählen, bei tar.gz kann es Encodingprobleme geben
  • Nach Fertigstellung kann das/die Archiv/e heruntergeladen und entpackt werden
  • die index.html gibt Hinweise auf Fehler bei der Archiverstellung

Nikola

  1. Installation:
    Nikola kann über pip oder je nach verwendeter Distribution über die Paketverwaltung installiert werden: Getting Started.
  2. Initialisierung:
    Das Plugin kann in einer bestehenden mit Nikola verwalteten Webseite erstellt werden. Es ist aber auch möglich, für diesen Verwendungszweck eine neue leere Seite zu erstellen, die dann später wieder gelöscht wird:
$ nikola init gplus_dummy_site
  1. Plugin installieren:
    Zuerst das Plugin als Archiv herunterladen und entpacken oder das Repository klonen: encarsia/gplus_nikola_import. Anschließend muss man noch den Ordner in die im vorigen Schritt angelegten Seite in den noch anzulegenden plugins-Ordner kopieren.
  2. Optional: Um die Übersicht zu behalten, kann man auch den Takeout-Ordner in die Nikola-Seite verschieben.

Import ausführen

Dateistruktur

Vor dem Ausführen des Imports öffnet man zunächst die Konfigurationsdatei config.yaml. Hier lassen sich zum Beispiel Filteroptionen einstellen.

Die Ordnerbezeichnungen entsprechen der deutschen Spracheinstellung des Takeouts, bei abweichender Spracheinstellung muss man hier die entsprechenden Bezeichnungen der Dateistruktur anpassen.

Es werden Beiträge nach Verteilungsstatus unterschieden:

  1. Öffentlich geteilt
  2. Mit Meinen Kreisen geteilt
  3. Mit Erweiterten Kreisen geteilt
  4. Mit bestimmten Kreisen oder Personen/Profilen geteilt
  5. Beiträge in Communites
  6. Beiträge in Sammlungen

Tipp

Um sich einen Überblick zu verschaffen, kann man die die Plugin-Option -s nutzen. Damit werden die Verteilungsstatus aller Beiträge analysiert und aufgelistet, ohne dabei den eigentlichen Import auszuführen.

$ nikola import_gplus_html -s takeout
[...]
************************************************
*                                              *
* Share information of your G+ Takeout archive *
*                                              *
************************************************

=======
General
=======

(edit the "shared" section of your config.yaml)

Geteilt mit: Öffentlich (1832)
Shared to the community (704)
Shared to the collection (429)
[...]

===========
Communities
===========

(edit the "import" section of your config.yaml:
    > set "com" to True to include communities
    > exclude communities by listing them in "com_filter")

E-Book (275)
Das Gruselkabinett des Dr. Goo (196)
Deleted community (65)
[...]

===========
Collections
===========

(collections are considered public so this is FYI only)

Zapping (66)
Street|p|arts (61)
Unterwegs (54)
[...]

Beiträge filtern

Mit der Option import_private lässt sich einstellen, ob mit bestimmten Kreisen oder Personen/Profilen geteilte Beiträge importiert werden sollen.

Die Option import_com schaltet den Import von Communitybeträgen ein oder aus. Dabei wird nicht nach öffentlichen oder geschlossenen Communities unterschieden.

/images/GPlus_plugin/watermark.jpg

Albrecht-Daniel-Thaer-Saal

Bilddateien markieren

Falls man sein Archiv öffentlich zur Verfügung stellen möchte, mag es hilfreich oder erwünscht sein, Bilddateien mit einem Wasserzeichen oder Hinweis auf den Ursprung zu versehen.

Dafür setzt man watermark auf True und legt eine Textzeile fest (watermark_text). Dies erzeugt mit Hilfe von ImageMagick ein horizontales Textbanner für alle Bilder.

Die Dateien werden in einem separaten Ordner erstellt, ohne die Originaldateien zu überschreiben. Das bedeutet, man kann den Build-Prozess beliebig für beide Optionen laufen lassen, ohne den Import erneut ausführen zu müssen.

Import

Im gplus_dummy_site-Verzeichnis führt man nun den Import aus, dabei wird als Argument der Ordner des entpackten Takeout-Verzeichnisses übergeben:

$ nikola import_gplus_html path/to/takeout_folder

Nikola initialisiert eine neue Seite namens "new_site", dort werden alle Posts, die dazugehörigen Metadaten und die Mediendateien gespeichert.

Mit der Option -o lässt sich ein individueller Name für die neu angelegte Seite vergeben. Dies ist praktisch, wenn man zum Beispiel verschiedene Versionen der selben Ausgangsdaten erstellen möchte.

Statische Seite erstellen

conf.py

Nun wechselt man in das Verzeichnis der neuen Nikola-Instanz (standardmäßig "new_site").

Dort befindet sich die Konfigurationsdatei conf.py. In dieser lassen sich nun Anpassungen vornehmen. Da im Beispiel das Thema hyde verwendet wird, wird dieses hier gleich angepasst, außerdem die Auslieferung des RSS-Feeds deaktiviert:

THEME = "hyde"
GENERATE_RSS = False

Thema

Hyde ist ein persönlicher Favorit und wird deshalb hier installiiert:

$ nikola theme -i hyde

Im Pluginordner befindet sich eine CSS-Datei custom.css, die einige optische Anpassungen für diesen Anwendungsfall enthält, diese einfach in das Verzeichnis themes/hyde/assets/css kopieren.

Grundsätzlich funktioniert die Seite mit jeden Theme. Eine Liste der verfügbaren Themes erhält man folgendermaßen:

$ nikola theme -l   # installierbar
$ nikola theme --list-installed     # installiert

Um ein Thema zu verwenden, muss es in der conf.py angegeben und die Seite neu gebaut werden. Ein erneuter Datenimport ist natürlich nicht notwendig.

Bilder

Möchte man die Bilddateien mit Textbanner verwenden, muss in der conf.py noch der entsprechende Ordner zugewiesen werden:

IMAGE_FOLDERS = {"images_wm": "images"}

Bei einem größeren Bildervolumen ist es eventuell sinnvoll, die Bild- und Thumbnailgröße einzuschränken:

MAX_IMAGE_SIZE = 800  # default 1280
IMAGE_THUMBNAIL_SIZE = 200   # default 400

Build

Die eigentliche Generierung der Seite erfolgt zum Schluss mit

$ nikola build

Den lokalen Server startet man mit

$ nikola serve
[2018-10-18T09:57:02Z] INFO: serve: Serving on http://127.0.0.1:8000/ ...

Screenshots

/images/GPlus_plugin/postview.png

Beitragsansicht (Postception!)

/images/GPlus_plugin/archiv.png

Archiv

/images/GPlus_plugin/sharestatus.png

Der Verteilungsstatus ist als Kategorie erfasst

/images/GPlus_plugin/cat_ubersicht.png

Kategorieansicht

Use Nikola's Project Pages plugin without Bootstrap theme

Nikola is a great static site generator with lots of available plugins to extend its functionality.

One of these plugins is the Project Pages plugin. The principle of it is that you create source files with (meta) information in a determined 'projects' folder and Nikola generates an index site and one page per project. You can see what it looks like on the developer's website or here at my site.

The plugins' templates are based on using a Boostrap theme. If you are using other themes you will run into two problems:

  • table and other formatting
  • carousel of the featured projects

CSS

Adding/Altering style parameter of a theme is easy: go to /themes/CURRENT_THEME/asstes/css/ and edit the custom.css. If you want to use a separate file put it in this very folder and add the filename to /themes/CURRENT_THEME/bundles.

First I had to find the missing CSS assignments in the Bootstrap theme's CSS file. You can download the resulting file so you don't have to do this again.

Files

Mediaplayer mit GStreamer (Edition gtksink)

Mediaplayer mit GStreamer

Im einführenden Artikel zu Mediaplayer mit GStreamer werden Probleme beschrieben, die auf die Verwendung von "xvimagesink" als Videosink zurückzuführen sind.

In diesem Artikel wird als Alternative der Videosink "gtksink" verwendet und nur auf die Unterschiede zu "xvimagesink" eingegangen, da die weitere Vorgehensweise identisch ist.

Installation

Gtksink war ursprünglich Teil der "bad" plugins, befindet sich aber seit der GStreamer-Version 1.14 in den "good" plugins, die im Normalfall bei der Installation von GStreamer mitinstalliert werden.

Eine Ausnahme bildet Ubuntu, wo das Plugin separat im Paket gstreamer1.0-gtk3 (universe) zur Verfügung steht.

Glade

Der Darstellungsbereich der Mediendatei wird durch das gtksink-eigene Widget bereitgestellt. Da dies nicht in Glade verfügbar ist, wird ein leeres Containerwidget (Gtk.Box) benötigt, in das das Widget platziert werden kann.

Python

Videosink einrichten

self.sink = Gst.ElementFactory.make("gtksink")

Widget einrichten

video_widget = self.sink.get_property("widget")
builder.get_object("video_box").add(video_widget)

Weiterlesen…

GNOME-Anwendungsstarter

Anwendungsstarter in GNOME

Anwendungsstarter in GNOME und anderen Desktopumgebungen werden mit Desktopeinträgen in Form von Textdateien mit der Endung "desktop" realisiert.

Speicherort

Der Speicherort von .desktop-Dateien richtet sich nach den Freedesktop-Spezifikationen. Desktop-Dateien befinden sich in $XDG_DATA_DIRS/appications, also normalerweise in den Verzeichnissen

~/.local/share/applications
/usr/local/share/applications
/usr/share/applications

und werden in dieser Reihenfolge durchsucht. Alle Dateien in diesen Verzeichnissen werden in der GNOME-Shell-Übersicht bzw. der Suche berücksichtigt.

Minimalkonfiguration

Ein funktionierender Desktopeintrag muss mindestens die drei folgenden Attribute enthalten:

[Desktop Entry]
Name=Application name
Exec=python path/to/script.py
Type=Application

WM_CLASS

Die WM_CLASS-Eigenschaft wird von X-Windowmanager-Systemen zur Zuordnung zwischen Anwendung und Windowmanager verwendet.

Fehlt diese Zuordnung, wird der Programmname nicht in der Topbar dargestellt, in der Seitenleiste wird das Programm nicht als Instanz angesehen, wenn es als Favorit markiert ist sondern separat und die Anwendung kann nicht von der Übersicht aus als Favorit gespeichert werden.

.desktop

In der Desktopdatei muss das Attribut StartupWMClass definiert werden.

Um die WM_CLASS-Bezeichnung eines Fensters herauszufinden, kann man in einem Terminal

$ xprop | grep WM_CLASS

aufrufen und das gewünschte Fenster anklicken.

Gtk+-Python-Anwendung

Setzt man den Programmnamen mit der Funktion GLib.set_prgname("appname"), so entspricht dies dem Attribut WM_CLASS. In der Desktopdatei muss demzufolge StartupWMClass=appname definiert sein.

Die bisher für diese Aufgabe verwendete Funktion set_wmclass(wmclass_name, wmclass_class) von Gtk.Window ist seit Version 3.22 veraltet. Sie funktioniert zwar noch, sollte aber nicht mehr verwendet werden.

Nützliche Attribute

Path

Arbeitsverzeichnis des Programms. So kann zum Beispiel die Exec-Zeile verkürzt bzw. übersichtlicher gestaltet werden:

# ohne Path
Exec=python /long/path/to/your/application/folder/run.py

# mit Path
Path=/long/path/to/your/application/folder
Exec=python run.py
Icon
Mit Icons verhält es sich ähnlich zu Desktop-Dateien, sie werden zunächst in``$XDG_DATA_DIRS/icons`` vermutet, können aber auch als absoluter Pfad angegeben werden.
Keywords
Da es mit der GNOME-Shell kein klassisches Anwendungsstartermenü mehr gibt, ist es hilfreich, wenn ein Programm unter verschiedenen Stichworten und nicht nur unter Name selbst in der Startersuche gefunden werden kann. Die Stichwörter werden als semikolonseparierte Strings angegeben.
Categories
Hier kann man Kategorien für die Einsortierung in Menüs angeben.

Zusätzliche Programmaktionen

Desktopeinträge können sogenannte Aktionen enthalten, die zusätzliche Wege enthalten, Anwendungen zu starten. Diese werden als Untermenüs in Form von "Quicklists" oder "Jumplists" dargestellt.

Im Desktopeintrag wird das Attribut Actions angelegt, diese Actions werden innerhalb der Datei darunter in "Desktop Action"-Abschnitten definiert:

[Desktop Entry]
...
Actions=option1;option2;

[Desktop Action option1]
Name=Start with Option 1
Exec=python run.py --option1

[Desktop Action option2]
Name=Start with Option 2
Exec=python run.py --option2
/images/desktop_action.png

Zusätzliche Anwendungsstarter von GPT

GPT: v0.5 release

/images/gpt/gpt_icon.png

It has been a while since I have taken some care of my tool to manage my GoPro footage with but it has gotten some attention so I could not just abandon it without losing my face so here we are...

Intro

When I first noticed, without much surprise, that there is no official GoPro desktop client for Linux, I wrote a bash script to automatically rename the files. Second step was converting this into a python script with a simple text based menu. In a weak moment of delusions of grandeur I decided to dive into GUI programming and use this application as my personal guinea pig.

Download

First things first: the result of my efforts can be downloaded from the Git repository:

Bemerkung

If you have cloned the repo sometime in the past and haven't altered anything I recommend to delete and clone again because there may be conflicts caused by a force push because I cannot git.

We've come a long way, baby

Icon

First things first: we have an icon. This is my way of coping with pedantry and an attempt to keep up the illusion of competence. I found it at The Noun Project.

GtkApplication

The application now runs as generic Gtk.Application which includes

  • starting/faving from the GNOME shell
  • identify/kill the process by name (no more random "Python" task)
  • commandline options are available
  • cleaner code, p.e. avoid starting the main loop manually

Application window

Since v0.3 there is a second main application window available with media data information and a preview widget realized with GStreamer.

These two windows are now merged into one providing a StackSwitcher to switch between these alternative views. This now is the default application window.

Not convinced to drop the "single view" windows I decided to keep them for now. You can launch the application using by executing the run script passing one of these options:

$ # compact/list view
$ python run.py -c
$ python run.py --alt-gui-compact
$ # preview window
$ python run.py -e
$ python run.py --alt-gui-ext

If you want to use the old commandline interface, you can do so by running

$ python run.py --cli

Run the script with --help option to show all available options.

Fixed issues

  • importing from "other" places should do as planned now
  • the GStreamer preview now uses the gtksink playbin (this story may be told another time)
  • timelapse generation should not freeze the main loop

Burn the widge(t)

I replaced several widgets for modern looks and better desktop integration:
  • all dialogs are Gtk.MessageDialogs now
  • the dropdown menu is a Gtk.PopoverMenu instead of a Gtk.Menu

Logs and configuration

The output of logging and the configuration file have moved to ~/.config/gpt. You may have to set your working directory again if you have used GPT before.

Installation

Dependencies

That'll do on Archlinux and derivates:

$ sudo pacman -S python-gobject python-yaml python-setuptools python-lxml python-setproctitle mediainfo ffmpeg

And that on Ubuntu:

$ sudo apt-get install python3-gi python3-setuptools python3-lxml gir1.2-gtk-3.0 gir1.2-gstreamer-1.0 gstreamer1.0-gtk3 mediainfo ffmpeg

Setuptools

The application can be installed by using setuptools. After downloading or cloning the repository run

$ python setup.py install --user  # or
$ sudo python setup.py install

Desktop file

Setuptools will also install a desktop file so you can launch GPT from the GNOME shell or menu. All alternative interface options are available via desktop action so you can start these on right click from the activities overview or dash if GPT is running or added as favourite.

/images/gpt/dash_0.5.png

Bits and pieces

  • code improvements (formatting, readability, PEP8 compliance, removal of deprecated code, file structure)
  • updated and detailed README
  • updated localization files

Consult the README for details.

NoN: v0.6 release

Let's just use it as it is now.

The last release was a huge step for the project. Now it's time for some details and polish before I focus on a neglected project of mine.

New feature: upload files to GitHub without deployment

There are two new toolbuttons to push or pull changes to or from GitHub without building or deploying the site. This imitates 'cloud' support so you can edit articles, drafts, listings etc. within the GitHub web interface and/or download/pull changed files on multiple locations.

/images/non/pushdraft06.png

Push files to the origin/src branch

This is a very basic implementation and you may have to manually resolve conflicts if you are editing in various places simultaneously.

Warnung

Consider this feature marked as testing.

Changelog

  • show input file format in statusbar
  • detect if separate metadata file exists and show info in statusbar, open file on right click
  • use the webbrowser Python package instead of subprocess commands; the package also uses the subprocess module but the code just looks nicer
  • the "New post" dialog is a GtkMessageDialog now
  • FileChooserDialog has its OK/Cancel buttons back
  • if the current working directory is bookmarked, the menu entry is labeled as "(active)" and deactivated
  • gettext localization strings in the POT file are now complete
  • German localization is complete
  • some icons changed
/images/non/menu06.png

Menu: open bookmark is deactivated

/images/non/meta06.png

Information about file format and metafile in statusbar, open separate metafile on right click if it exists

The Notwork

Die Nachricht ereilte mich per Twitter: das Ende von Google+ ist besiegelt. Na und? - Das Netzwerk hat doch schon lange seinen Reiz verloren.

Richtiges Netzwerk, falsche Zeit

Als Google im Jahr 2011 sein eigenes soziales Netzwerk launchte, sollte es der Facebook-Killer werden, ohne wie Facebook auszusehen oder zu funktionieren. Dies wirkt zunächst einseitig fokussiert, muss man jedoch bedenken, dass Facebook das mit großem Abstand führende soziale Netzwerk zu dieser Zeit war.

Im deutschsprachigen Raum findet man unter den Top 20 der sozialen Netzwerke neben dem Primus noch die VZ-Netzwerke, Jappy, WerKenntWen und Stayfriends - Netzwerke, die inzwischen heute ein Nischendasein fristen, falls sie noch existieren.

Angesichts der Konkurrenz konnte die Prognose doch gar nicht so schlecht sein? - Wenn da der blaue Riese nicht gewesen wäre. Google erwischte den vielleicht schlechtesten Zeitpunkt zum Launch. Facebook hatte weitgehende Marktbeherrschung und -sättigung (beim Nutzer) errungen. Die Mehrheit war einfach nicht gewillt, aktiv ein weiteres Netzwerk zu nutzen, weil sie schlicht keinen Grund darin sah. Die anhaltende massive Kritik und der Verdruss kamen später.

Die Spielwiese

Wie viele andere habe auch ich schnell Gefallen an Google+ gefunden. Das Kreis-Konzept ermöglichte es, den aktiven wie passiven Gebrauch gruppenbezogen zu filtern. Es gab einen uneingeschränkten Gesamtstream und mit der Ripples-Funktion konnte man den Weg von Beiträgen verfolgen.

Alle drei Elemente hat Google im Laufe der Zeit abgeschafft oder dies zumindest versucht (Kreise wurden nach Protest doch beibehalten, sie waren aber in der mobilen App später standardmäßig nicht aktiviert, allerdings wurde die Kreise teilen-Funktion abgeschafft).

Ideen wie Bildbearbeitungs-Events, echte Gespräche in Kommentarspalten, der Austausch mit vielen unbekannten Leuten und glorreicher Quatsch aller Niveaustufen zeichneten Google+ aus.

GIMPen, bis der Arzt kommt. Mein Beitrag zum Hack My Church - Photomanipulation Contest

Falsch abgebogen

Es war lange Zeit die Rede davon, dass Google+ absolute Priorität im Unternehmen hat. Doch was war nach dem Launch neben der Einführung von Communities und den minimalen Markup-Möglichkeiten eigentlich die letzte positive Entwicklung an Google+? Na? Stimmt, Collections und das Umfragetool waren passende Ergänzungen. Aber sonst?

Post von vor 5 Jahren: Google hat mal wieder an Plus herumgedoktort

Die Mängelliste ist mit der Zeit stetig gewachsen und als Sahnehäubchen gab es noch den Zwangsaccountverknüpfungs-PR-GAU obendrauf. Mal überlegen, was mir so einfällt:

  • umständliches Kreismanagement, das nie irgendeine Pflege erhielt
  • Fotos:
    • Einschränkung der Bearbeitungsfunktion
    • Alben und Stories (letztere später nicht mehr), Kommentare sprengen einzelne Fotos als Beiträge ab
  • das YouTube/Google+-Kommentarsystem und generell halbseidene Integration
  • Versuch einer Reallnamendurchsetzung
  • "+1"-Empfehlungen
  • Abschaffung von Ripples
  • Abschaffung der Geburtstagsnotiz
  • Unvollständiger "Alles"-Stream
  • Ausklappen der Kommentare in "Facebook-Verhalten", also Anzeige der letzten, nicht aller, Kommentare
  • Buttons sind mal eckig, dann rund und was links ist, wandert nach rechts
  • Speicherhunger der (Android-)App
  • defizitäre Benachrichtigungsfunktion
  • Abschaffung von Community-Managern oder irgendwelchen Ansprechpartnern
  • die merkwürdige Beitragsauswahl des "Angesagten"/"What's hot"-Streams
  • kaputte Streams, plötzlich auftauchende uralte Beiträge
  • Spaces
  • der Mord an Mr. Jingles

Jedes Mal, wenn ein Update für Google+ angekündigt wurde, ging die allgemeine Stimmung in den Keller, man verabschiedete sich im Voraus und selbst die überzeugtesten Atheisten beteten "bitte lass es nicht so schlimm sein".

Diagnose: Stockholm-Syndrom.

Klimawandel

Der Schuldige an der Misere ist gefunden. Google hat es versemmelt. Aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Kommen wir zum Elefanten im Raum: der nachlassenden Qualität und thematischen Varianz der Inhalte gefolgt von der Abwanderung der Nutzer gefolgt von nachlassender Interaktion. Teufelskreis.

Was Google+ einmal auszeichnete, war die gute thematische Durchmischung. Es gab einige größere Nachrichtenportale, die eine Präsenz pflegten und in deren Beiträgen man sich austauschen konnte (einfach so, mit fremden Leuten), es gab die Fotografen mit Hashtagterror, Kitschbilder, Musik, Katzen, Fahrräder, Autos, Blümchen, viel schrägen Humor und noch mehr Technik.

Dann fielen zuerst die Nachrichtenseiten aus. Im Allgemeinen gingen diese dazu über, sofern sie es nicht schon von vornherein taten, Google+ als Linkablage mit geschlossenen Kommentaren zu nutzen (manchmal wurde man aufgerufen, etwas zu liken).

Andere, wie etwa der Deutschlandfunk, stellten ihre Aktivität ganz ein und konzentrierten sich auf andere Verbreitungskanäle wie etwa das für eine Hörfunkanstalt sehr viel näher liegende Instagram.

Inhaltlich kippte es von sachlichen, längeren Beiträgen hin zu leicht verdaulicher Screenshot-Kost vorwiegend zu Twitter, etwas Facebook, Klickstrecken, zu komplizierten Sachverhalten wurde allmählich nur noch ein Ja oder Nein geduldet, eine kurzlebige Empörungswelle folgte der nächsten und darüber wurde nie das regelmäßige Virtue Signalling vergessen.

Dafür benötige ich allerdings kein weiteres soziales Netzwerk, das einst durch sein etwas gehobenes Niveau auffiel, denn dann verwende ich nämlich das Original.

Eine Abschiedsnachricht

Bei mir besteht nicht primär die Frage, welche alternativen Plattformen für Google+-Nutzer jetzt in Frage kommen, sondern wohin die bereits abgewanderten ehemaligen Nutzer hin sind und ob diese überhaupt wieder aktivierbar wären.

Denn das Google+, das zum jetzigen Zeitpunkt übrig geblieben ist, möchte ich nicht mehr, auch nicht woanders.

Read on, my dear

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Mimicry: make MATE taste like GNOME Shell

GNOME Shell is an elegant desktop environment. I like its appearance, modern looks and the basic concepts of using it. Although I consider myself as a loyal (and/because lazy) user it's not perfect. After testing something in a VM running MATE desktop I realized _how_ laggy it is on my machine. So I decided to trick myself by making MATE behave like GNOME. Does it work?

My GNOME Shell setup

The general desktop experience is given by the GNOME Shell itself but the everyday workflow is determinded by the use of extensions. In fact I state that nobody uses a plain GNOME Shell. So before tweaking the MATE desktop let's take a look at the customizations done to GNOME.

Extensions

Essential

Honorable mentions

... of extensions that don't affect the general workflow

Multi-monitor wallpaper

It's $CURRENT_YEAR and it's still an issue. While you can configure a multi-monitor setup in the preferences conveniently you still have to glue images together with ImageMagick to get different backgrounds on your screens like a caveman.

I highly recommend the application HydraPaper for this task.

Tweaking MATE

Back in the days everybody™ loved GNOME 2. Starting the MATE desktop feels instant familiar.

It's great that the desktop has been completely ported to the GTK+ 3 framework. If you install the MATE packages in addition to GNOME there are hardly dependencies needed for installation. Also regular GNOME applications should fit nicely into the desktop.

Recommended packages and tools:

Getting things to work the GNOME Shell way

Top Panel

Easy one - it's already there and you can have as much panels as you like whereever you want (that includes all screens). Use the regular applets:

  • Weather information is integrated into the clock applet.
  • Battery applet exists but seems to be a little buggy.
  • The TaskBar extension provides the functionality of the good old window list applet, just use the original.
  • The number of workspaces is fixed, use the workspace switcher.

What's on the menu?

You can choose between different menu variations:

Menu Bar:
The classic GNOME 2-like applications menu split into "Applications", "Places" and "System" submenus.
Main Menu:
Condensed classic menu with only the distribution logo (provided by the theme) visible.
Brisk menu:
This menu originated in the Solus project provides an additional search bar. By default this menu is activated by pressing the [Super] key so this may be the choice of a GNOME Shell user.

The Brisk menu is not installed by default. Install the brisk-menu package. Use dconf-editor to change property settings under com.solus-project.brisk-menu. You can enable the dark theme mode or remove the label text.

The displayed icon is determined by the used theme. If you want to use a custom icon you have to copy the chosen icon into the theme's folder as start-here. This may be neccesary for different sizes:

/usr/share/icons/[theme]/places/[size]
~/.local/share/icons/[theme]/places/[size]

The icon for Brisk menu has to be copied as start-here-symbolic in

/usr/share/icons/[theme]/places/symbolic
~/.local/share/icons/[theme]/places/symbolic

You have to press [Esc] to return from the menu instead of hitting [Super] again.

No desktop icons

Who needs icons on the desktop if there are windows in the way anyway? You can disable desktop icons in MATE Tweak or by setting the org.gnome.desktop.background.show-desktop-icons property to "false".

Only show close button in windows

You can get rid of the minimize/maximize buttons by editing the org.mate.Marco.general.button-layout to 'menu:close'.

This solution does not affect applications using a Headerbar.

Dock

There are plenty of options to add application docks on linux desktops. There is also a specific applet for the MATE panel which can be installed by the mate-dock-applet.

My personal recommendation for now is Plank.

Keyboard application launcher

Using a keyboard launcher is one option to emulate the search bar.

With its unobtrusive look and plenty of search options Albert might be the choice of a dedicated GNOME Shell user.

Setting the shortcut to the [Super] key cannot be obtained in Albert's preferences. You will have to create a custom keybinding in dconf-editor:

  1. Go to org.mate.Marco.global-keybindings and set a "run-command-xx" from 'diabled' to 'Super_L'. The "xx" is the number of the command.
  2. Go to org.mate.Marco.keybinding-commands and set the corresponding "command-xx" to the value 'albert show'.

This will overwrite any other keybinding to the specific shortcut like Brisk menu.

Drop down terminal

I used Tilda on the GNOME 2 desktop so why not return to a long-serving application?

Even though the application is set to launch at session start in the preferences I had to add it to the startup applications manually.

/images/mate_or_gnome/mate_tilda.png

Unrolled Tilda terminal on MATE, Plank dock

Multi-monitor setup

The wallpaper issue is the same as in GNOME Shell. You may want to use HydraPaper.

You can drag a panel on an extended screen only if it is not set to "extended" (uncheck in properties).

Marco issues (probably)

  • Dragging a window to another screen might not always set this window in the foreground.
  • Dragging maximized windows (e.g. webbrowser) to other screen may overlay panels.
  • Plugging off and on extended monitors or logging into another session (like GNOME) may disarrange monitor settings and you have to drag the screens back into their positions in the preferences.

Screenshots

If you press [Print] you might be informed that "mate-screenshot" could not be found.

You can either install the mate-utils package which "mate-screenshot" is a part of or use the "gnome-screenshot" tool by editing the dconf entries org.mate.Marco.keybinding-commands.command-screenshot and org.mate.Marco.keybinding-commands.command-window-screenshot to the value gnome-screenshot.

/images/mate_or_gnome/gn_empty.png

Empty GNOME Shell

/images/mate_or_gnome/mate_empty.png

Beware of fraud! This is MATE.

What does not work

Hot corner

The Hot Corner probably is the most symptomatic feature of the GNOME 3 desktop. By moving the mouse to the top left corner or clicking on "Activities" or by pressing the [Super] key you activate the Activities Overview which shows open windows, the dash, workspaces and the application search/launch bar.

This functionality cannot be fully emulated on the MATE desktop.

Using the Brisk menu or a keyboard launcher (or both) to get the search bar function seems like a valid compromise. This is probably the common use case when pressing the [Super] key.

What's still missing is a good way of showing running application windows. I have the habit of kicking the mouse into the corner to get to the windows overview (I realize when doing that occasionally on other desktop systems) and the old [Alt]``+``[Tab] is not a replacement.

/images/mate_or_gnome/gn_win.png

Activities Overview showing open windows

Dynamic workspaces

There is currently no way to get dynamic workspaces with the Marco window manager.

Does it work?

The MATE desktop is a great project. I'm glad that they managed to preserve the GNOME 2 spirit and upgrade it to a modern framework.

It is possible to integrate functionalities known from GNOME Shell into MATE turning it into a fast hybrid GTK+ desktop.

My MATE setup is a GNOME Shell copy. A good one but still. I have not decided yet if I want to live without the hot corner and I'd love to see Marco support headerbars and improved multi-monitor setups.

NoN: News, changes and release

Watch Knights of Ni grow up.

Versions'n'distros

Nikola v8

If you have not done yet you should read the upgrade guide to Nikola v8. NoN works with v7 and v8 nonetheless.

Runs on Archlinux and Ubuntu

I fiddled around until I got NoN working on a fresh Ubuntu 18.04 LTS installation. First install some dependencies:

$ sudo apt-get install gir1.2-webkit2-4.0 python3-pip

and then in lack of a package in the repositories install Nikola via pip:

$ pip3 install Nikola[extras]

If you are on (a) Archlinux (derivate) you can install Nikola from the repos:

$ sudo pacman -S nikola python-yaml

This is new since last release

Install/uninstall via setuptools

NoN is basically a Python script with a GtkBuilder GUI so in general you can get it running by executing non.py.

As an alternative you can now install or uninstall the application using setuptools which will also install a desktop entry so you can start the application from the menu:

# install for current user
python setup.py install --user
# install system-wide
sudo python setup.py install

Use the uninstall command to revert installation.

Config in YAML format

The configuration is stored in easy readable YAML format. As of now there are only bookmarks and the last working directory stored.

Editing or removing bookmarks can only be done here (GUI solution is on the roadmap).

Site data stored in JSON file

Application has been sped up by storing the sites (meta) data in a JSON formatted file. If a conf.py and the corresponding site is loaded into the application for the first time the data will be indexed. This initial task can take some time. On every next refresh/start this data will only be checked for changes and updated.

Optimized window space

I rearraged some elements to save some vertical space:

image1
is now
image2

Summary tab

The main window's notebook now has a new tab showing a HTML page with collected information about the current website:

  • disk usage
  • status (nikola status)
  • broken internal links (nikola check -l)
  • themes
  • plugins and
  • custom shortcodes

The CSS used is imitates GitHub style, credit goes to sindresorhus/github-markdown-css.

The summary is generated when initially indexing the site. Choose the menu item to generate a new report.

/images/non/non_summary.png

Summary tab

Localization support

There is now a translation template file (POT) waiting for translation. In case you have German localization, don't be irritated, there are only some strings translated yet.

Create posts/pages in Markdown

The default input format of Nikola is reStructuredText but it supports various other formats. You can now create new posts or pages in Markdown. This option is only available if "markdown" is set in the conf.py's COMPILERS variable.

You must also configure the POSTS and PAGES dictionaries, NoN does not check for this and will not throw an error message if not set.

/images/non/non_md.png

Markdown format checkbutton

Get help

The 'Help' button now contains a submenu with links to the Nikola handbook and to reStructuredText and Markdown syntax references so I...ehm you don't have to google them time and time again.

Thing left do do

Issues

  • icon not shown under Wayland
  • running application not marked at dock launcher (favorite), separate icon

Roadmap

  • preferences dialog/window
  • article templates (make use of nikola new_post --import...)
  • editor tab for quick editing
  • option to pull/push drafts from/to Git

Widget-Änderungen in GTK+ 2.20+

Auch wenn die Entwicklung von GTK+ 4 weit fortgeschritten ist, gibt es immer noch Änderungen in der 3er Version

Das GUI-Programm Glade wurde erst kürzlich modernisiert, in der Anwendung von Widgets sind mir einige Neuerungen aufgefallen. Dies fällt in der Regel durch entsprechende DeprecationWarnings in der Konsole auf, die Programme selbst funktionieren noch wie gewünscht.

Das heißt, die Artikel der Tutorial-Reihe bleiben vorerst unverändert (über eine gute Lösung muss ich noch nachdenken).

Es folgt eine nicht auf Vollständigkeit ausgelegte und bei Bedarf ergänzte Liste der Änderungen:

set_wm_class

Programmname in Panel und Dock anzeigen

Alt: Gtk.Window.set_wmclass(wmclass_name, wmclass_class)

Neu: GLib.set_prgname(wmclass_name) (in .desktop-Datei StartupWMClass=wmclass_name erforderlich)

widget.new_from_stock

Alt: Gtk.Button.new_from_stock(Gtk.STOCK_OK)

Neu: Gtk.Button.new_with_label("OK")

Labels bekommen nur noch eine Bezeichnung durch einen String.

Gilt auch für ToggleButton und Image (hier: image.new_from_icon_name() verwenden)

set_alignment

Alt: Gtk.Misc.set_alignment(x, y), z.B. bei Labels

Neu: Gtk.Widget-Alignment :halign und :valign verwenden

Vte-Terminal

Befehl übergeben

Alt: Vte.Terminal.feed_child(cmd, len(cmd)) (cmd ist das zu übergebene Kommando)

Neu: Vte.Terminal.feed_child(cmd.encode()) (seit v2.91)

Start

Alt: Vte.Terminal.spawn_sync(args)

Neu: GLib.spawn_async oder Vte.Pty.spawn_async (Details unbekannt)

FileChooserDialog

Alt:
dialog = Gtk.FileChooserDialog("Choose a folder",
                                app.obj("window"),
                                Gtk.FileChooserAction.SELECT_FOLDER,
                                (Gtk.STOCK_CANCEL, Gtk.ResponseType.CANCEL,
                                Gtk.STOCK_APPLY, Gtk.ResponseType.OK))

'

Neu: Argumente werden namentlich übergeben, Buttons separat hinzugefügt:
dialog = Gtk.FileChooserDialog(title="Choose a folder",
                               parent=app.obj("window"),
                               action=Gtk.FileChooserAction.SELECT_FOLDER,
                               )
dialog.add_buttons("Cancel", Gtk.ResponseType.CANCEL,
                   "OK", Gtk.ResponseType.OK)